Ziemlich unnötig

Blasen an den Füßen sollte man nie absichtlich zum Platzen bringen. Das erhöht nämlich das Infektionsrisiko. (Foto: Fotolia / pusteflower9024)
Blasen an den Füßen sollte man nie absichtlich zum Platzen bringen. Das erhöht nämlich das Infektionsrisiko. (Foto: Fotolia / pusteflower9024)

Blasen einfach durch passende Schuhe und Socken vermeiden.

(iwg/fru) Im Sommer ist es für unsere Füße ziemlich angenehm, wenn wir barfuß im Haus und im Garten herumlaufen können und in luftigen Sandalen oder Flipflops durch die Einkaufsstraßen flanieren. Es gibt aber natürlich auch zu dieser Jahreszeit genügend Zeit am Tag, an der die Füße in Schuhe gepackt werden, z. B. an der Arbeit oder beim Sport. Gerade im Sommer ist richtiges Schuhwerk wichtig, weil Füße bei warmen Temperaturen dazu neigen anzuschwellen. Daher sollten Schuhe in jedem Fall passen und den Zehen genug Platz zu den Seiten und nach oben bieten. Zudem sollte das Schuhwerk im Hackenbereich geschmeidig sein und ein dem persönlichen Fuß angepasstes Fußbett haben.

Fußerkrankungen drohen

Haben die Zehen zu wenig Platz, treten Schädigungen wie Druckstellen, Hühneraugen und noch schlimmer Fehlstellungen wie Hammerzeh, Krallenzehen bis hin zum Hallux valgus (schiefe Großzehe) auf. Vorsicht ist auch bei hohen Absätzen von über vier Zentimetern geboten: Die Gewichtsverlagerung auf den Vorderfußbereich kann zu Spreizfüßen führen und die Zehen zusammenpressen. Unangenehme Blasen bilden sich schnell bei Schuhen, die zu fest sind oder eng an den Hacken sitzen.

„Immer dann, wenn etwas wiederholt reibt, wirken sogenannte Scherkräfte auf die Haut. Die Verzahnungen zwischen den Hautschichten lösen sich nach einiger Zeit und es strömt Gewebsflüssigkeit in den neu entstandenen Hohlraum ein“, heißt es auf dem Portal „Bergzeit“. Wenn sich tiefere Hautschichten lösen, kann auch Blut in die Blase einströmen und ein unangenehmer Druckschmerz entsteht.

Blasen vorbeugen

Wer empfindlich ist, kann doppellagige Socken tragen oder die sensiblen Stellen vor der Beanspruchung mit Vaseline einschmieren. Das reduziert die Reibung und damit auch die Wahrscheinlichkeit, Blasen zu entwickeln. Ebenso wichtig ist es, auf trockene Füße zu achten, gerade wenn sich schon Hornhaut gebildet hat. Diese kann sonst aufquellen, was dann das Risiko für eine Blasenbildung erhöht. Auch eine Schicht Tape oder ein Blasenpflaster können helfen, Blasen vorzubeugen. „Wichtig ist, das Tape auf saubere und trockene Haut aufzukleben und darauf zu achten, dass es keine Falten bildet. Diese können ansonsten erst recht zu Blasen führen“, wird auf dem Portal „Bergzeit“ erklärt.

Wenn sich dann doch mal eine Blase gebildet hat, sollte man darauf achten, den bestehenden Druck zu lindern. Das heißt nicht, dass man die Blase absichtlich zum Platzen bringen sollte. Denn das hebt den Schutz für die darunterliegende Hautschicht auf. So können auch Schmutz und Bakterien in die Wunde eindringen, die ggf. Infektionen auslösen können, insbesondere, wenn man auch noch die Haut über der Blase, das Blasendach, abschneidet. Vielmehr sollte ein Blasenpflaster auf die Blase geklebt werden, damit sich diese nicht öffnet oder sich durch Reibung weiter ausdehnt. Falls eine Blase auch nach mehr als einer Woche nicht abheilt oder wenn sie sich stark entzündet, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Das gilt insbesondere für Diabetiker, da bei ihnen die Wundheilung meist beeinträchtigt ist und auch das Schmerzempfinden herabgesetzt sein kann.

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Onlineinformationen des Magazins Bergzeit unter https://www.bergzeit.de/magazin/blasen-vorbeugen-wie-entstehen-sie/ (abgerufen im April 2019)