Lieber mehr bewegen statt Nulldiät

Keine Angst vorm Wiegen. Mit regelmäßiger Bewegung und einer dauerhaften Ernährungsumstellung purzeln auch die Pfunde. (Foto: Fotolia / pictworks)
Keine Angst vorm Wiegen. Mit regelmäßiger Bewegung und einer dauerhaften Ernährungsumstellung purzeln auch die Pfunde. (Foto: Fotolia / pictworks)

Beim Abnehmen kommt es auf die Energiebilanz an.

(dbp/oli/fru) Wenn sich im Frühling manche Menschen im Spiegel anschauen, kommt vielen eine schmerzliche Erkenntnis: Der Winter brachte nicht nur Eis und Schnee, sondern auch das ein oder andere Pfund zu viel auf den Hüften. Kein Wunder, denn das nasskalte Wetter animierte nicht gerade zum Joggen oder Radfahren. Aber wie wird man ihn wieder los, den lästigen Winterspeck?

Dafür muss erst einmal geklärt werden, was Winterspeck überhaupt ist. Ursprünglich ist damit die Gewichtszunahme von Tieren gemeint, die sich vor den langen kalten Wintern einen Fettvorrat anfressen, um gut über die kalte Jahreszeit zu kommen. Bei uns Menschen liegt das Phänomen Winterspeck dann aber doch eher an der Mischung aus mangelnder Bewegung und gut gefüllten Töpfen, Pfannen und Tellern. Und während bei den Tieren der Winterspeck nach dem Winter aufgebraucht ist, tritt dieser bei uns Menschen erst zutage.

Sport ist besser als Crash-Diät

Die Möglichkeiten, gegen diese angesammelten Fetteinlagerungen anzukämpfen, sind vielfältig. Manch einer schwört aufs Fasten, wieder andere schwitzen im Fitnessstudio oder auf der Laufstrecke, um den Körper wieder in Form zu bringen. Experten raten im Frühjahr eher zum Sport als zu Crash-Diäten. Bei Letzteren besteht nämlich die Gefahr, dass anstatt Körperfett fast ausschließlich Wasser verloren geht und manchmal sogar Muskelmasse abgebaut wird.

Wenn dann wieder „normal“ gegessen wird, nimmt man erneut zu – der bekannte Jo-Jo-Effekt tritt auf. Besser als eine kategorische Reduzierung ist daher eine dauerhafte Ernährungsumstellung. Bevor aber Frühjahr für Frühjahr wieder jeder Gang auf die Waage die Schweißperlen auf die Stirn treibt, empfiehlt es sich, bereits in der kalten Jahreszeit etwas zu tun, zum Beispiel in einem Fitnessstudio. Damit kann sich der Winterspeck erst gar nicht entfalten. Ansonsten kommt es beim Abnehmen immer auf die Energiebilanz an, die sich aus der Differenz zwischen Grundumsatz (Energiezufuhr) und Leistungsumsatz (Energieverbrauch) ergibt.

Richtwerte für die Energiezufuhr

„Ist dieses Verhältnis insgesamt ausgeglichen, so kann das Gewicht gehalten und stabilisiert werden“, heißt es im Lebensmittellexikon. In diesem Fall nimmt man weder zu noch ab. Wenn man seinem Körper durch Nahrung mehr Energie zuführt als durch das tägliche Leben und Sport verbraucht wird, nimmt man entsprechend zu und umgekehrt. Um sich entsprechend ernähren zu können, ist es also wichtig, zunächst den eigenen Energiebedarf zu kennen.

„Wie viele Kalorien bzw. Energie der Körper verbraucht, variiert von Mensch zu Mensch und auch bei ein und demselben Menschen von Zeit zu Zeit sehr“, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) auf ihren Internetseiten. Daher sind die von der DGE veröffentlichten Referenzwerte für die tägliche Energiezufuhr auch eher als Richtwerte zu verstehen, die als Orientierung dienen und nicht unbedingt auf den Einzelnen zutreffen. Demnach liegt für erwachsene Männer mit einem mittleren Body Mass Index (BMI) von 22 die tägliche empfohlene Energiezufuhr durch Nahrung und Getränke bei 2 300 Kilokalorien (kcal) und für Frauen bei 1 800 kcal. Diese Richtwerte beziehen sich auf gesunde Erwachsene im Alter von 25 bis 50 Jahren, die sich nur gering körperlich betätigen. Wer also viel Sport treibt, kann deutlich mehr Kalorien aufnehmen und trotzdem abnehmen.

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Quellenangaben:
Onlineinformationen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) unter https://www.dge.de/uploads/media/DGE-Pressemeldung-aktuell-01-2015-energiezufuhr.pdf (abgerufen im Dezember 2017)