Krafttraining für einen gesunden Rücken

Die meisten Fitnessstudios bieten ein gezieltes Krafttraining für den Rücken unter professioneller Anleitung an. (Foto: Fotolia / contrastwerkstatt)
Die meisten Fitnessstudios bieten ein gezieltes Krafttraining für den Rücken unter professioneller Anleitung an. (Foto: Fotolia / contrastwerkstatt)

Starke Rückenmuskulatur beugt Rückenschmerzen vor.

(dbp/fru) Zur Stärkung der Rückenmuskulatur wird von Rückenexperten regelmäßiges Krafttraining empfohlen. Das Training kann zu Hause oder im Fitnessstudio stattfinden. Es kommen körperstabilisierende Übungen zum Einsatz oder gezieltes Training mit Gewichten. Beide Formen eignen sich dazu, Rückenschmerzen wirkungsvoll vorzubeugen, aber auch zu bekämpfen, wenn sie bereits aufgetreten sind.

Persönliches Trainingsprogramm

Wichtig dabei ist, dass Anfänger Kraftübungen zunächst mit einer qualifizierten Anleitung einüben, z. B. damit sie in einem Fitnessstudio die Trainingsgeräte richtig benutzen, Bewegungen korrekt ausführen und sich nicht zu viel zumuten. Denn falsch durchgeführte Übungen können Muskeln, Sehnen und Gelenke überbelasten, was selbstverständlich kontraproduktiv wäre. In Fitnessstudios stellt der Trainer das Übungsprogramm so zusammen, dass es zu den persönlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten passt und auf ggf. vorhandene Rückenbeschwerden optimal zugeschnitten ist.

Vorher sollten Anfänger oder Menschen, die länger keinen Sport getrieben haben, einen Arzt aufsuchen und mit diesem über Beschwerden sowie Vorerkrankungen sprechen. Denn wer beispielsweise unter Bluthochdruck leidet, sollte zunächst anhand von Medikamenten den Blutdruck gut einstellen, bevor mit dem Krafttraining angefangen wird, erklärt Professor Dr. Hans-Georg Predel, Leiter des Instituts für Kreislaufforschung und Medizin an der Deutschen Sporthochschule Köln auf den Internetseiten der Deutschen Hochdruckliga. Dann steht den positiven Effekten des Krafttrainings auch bei Bluthochdruck nichts im Wege.

Ein Krafttraining für den Rücken kann auch vor Osteoporose und Wirbelbrüchen schützen, weiß Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde aus München und Präsident der Wirbelsäulenliga. Deshalb sollten auch Frauen, die deutlich häufiger von dieser Krankheit als Männer betroffen sind, zur Hantel greifen. Aber auch er empfiehlt bei einer manifesten Erkrankung zunächst den Gang zum Arzt: „Bei fortgeschrittener Osteoporose empfehle ich Betroffenen, unbedingt Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten, um geeignete Aktivitäten für sich zu finden und das Verletzungsrisiko gering zu halten.“

 

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Quellenangaben:
Informationen der Wirbelsäulenliga unter http://www.wirbelsaeulenliga.de/2013/11/osteoporose-fakten-im-check/ und der Deutschen Hochdruckliga unter https://www.hochdruckliga.de/krafttraining-fuer-patienten-mit-bluthochdruck.html (abgerufen im März 2018)