Einfache Hygieneregeln befolgen

Regelmäßige Fußbäder mit Eichenrinde können gegen Schweißfüße helfen. (Foto: Fotolia / Heike Rau)
Regelmäßige Fußbäder mit Eichenrinde können gegen Schweißfüße helfen. (Foto: Fotolia / Heike Rau)

Schweißfüße kann man vermeiden.

(dbp/ihs/fru) Frischer Schweiß besteht zu 99 Prozent aus Wasser und ist daher geruchlos. Wie kommt es dann dazu, dass schwitzende Menschen insbesondere an den Füßen unangenehme Gerüche entwickeln? Das liegt hauptsächlich an Harnstoffen, Aminosäuren und Milchsäuren, die ebenfalls über die Haut ausgeschieden werden und sich mit dem Schweiß vermischen. In diesem Milieu gedeihen Bakterien, welche die Schweißbestandteile zersetzen und verwerten – daraus entstehen dann die unangenehm riechenden Verbindungen. Wer jedoch ein paar einfache Hygieneregeln befolgt, kann schlechten Geruch vermeiden.

Jeder hat einen leichten Fußgeruch

Schwitzen ist per se nicht schlimm, sondern ein körpereigenes Selbstkühlungsinstrument. Jeder entwickelt somit einen leichten Fußgeruch. Unangenehm wird dieser i.d.R. erst, wenn er von Mitmenschen negativ wahrgenommen wird. Dabei sind viele Schweißfüße nur ein Schuhproblem. So fördern z. B. Turn- oder Plastikschuhe, die mit Polyester-Socken getragen werden, die Bildung von unangenehm riechendem Fußschweiß. Gleiches gilt für Lederschuhe, wenn keine Socken getragen werden. Luftige Schuhe sowie der regelmäßige Wechsel der Einlagen helfen hingegen schon, den Schweißgeruch gar nicht erst entstehen zu lassen.

Fußgeruch kann aber auch eine Nebenwirkung von Medikamenten sein, mit einer hormonellen Störung zusammenhängen sowie durch krankhaftes Schwitzen (medizinisch: Hyperhidrose) ausgelöst werden. In solchen Fällen ist es sinnvoll, einen Arzt aufzusuchen. Bei allen anderen hilft schon eine gute Fußpflege.

Fußpflege sollte schon am Morgen beginnen

Dr. Eike Eymers, Ärztin im AOK-Bundesverband, gibt auf der Seite des Sozialverbands VdK Hamburg Tipps zu einer guten Fußpflege – und diese sollte schon am Morgen beginnen:

  1. Füße immer mit einer Seife, die die Haut nicht angreift, gründlich waschen – auch zwischen den Zehenräumen.
  2. Anschließend mit einem extra Handtuch sehr gründlich abtrocknen.
  3. Wenn man seine Füße hinterher eincremt, sollte man mit dem Anziehen der Socken warten, bis die Creme vollständig eingezogen ist. Es dürfen keine feuchten Stellen zurückbleiben.
  4. Socken oder Füßlinge sollten aus Baumwolle oder einem anderen atmungsaktivem Material bestehen und niemals zu eng sein.
  5. Die Schuhe dürfen ebenfalls nicht zu eng sein und sollten möglichst täglich gewechselt werden. Am besten immer einen Tag vor dem nächsten Tragen draußen an der frischen Luft lagern.

Ansonsten sollte auch Hornhaut regelmäßig abgetragen und die Nägel regelmäßig geschnitten werden. Gerade bei älteren Menschen ist eine intensive Fußhygiene wichtig. Nicht nur wegen des Fußschweißes, sondern auch wegen möglicher bakterieller Infektionen. Und grundsätzlich sei es gut, viel barfuß zu laufen und regelmäßig eine medizinische Fußpflege durchführen zu lassen, empfiehlt Dr. Eymers.

Hilfreich können auch Fußbäder mit Eichenrinde sein, die man als fertige Zusätze oder zum Selbermachen bekommt, z. B. in der Apotheke. Manche schwören auch auf regelmäßige Fußbäder mit Tomatensaft. Tomatensaft eins zu eins mit warmem Wasser mischen und darin die Füße 15 Minuten baden. Das soll helfen, die Schweißdrüsen- und Bakterienaktivität zu regulieren.

Autor:
Beitrags-ID:
4989727
Kategorie(n):
Quellenangaben:
Onlineinformationen des Sozialverbands VDK Hamburg unter https://www.vdk.de/hamburg/pages/65896/ so_kommen_ihre_fuesze_durch_den_sommer (abgerufen im Juni 2018)